CARLOTTA BERTANI, geb. Berger.

"Die grundgute Brathähnchen-Kaiserin"
Geb.: 21. März 1952, München.

Carlotta steht im Mittelpunkt der Serie. Eine gutmütige, manchmal auch etwas naive, ehemalige Sekretärin. Sie ist in vielen Wohltätigkeitsorganisationen aktiv tätig und behandelt selbst ihr Personal wie Familienmitglieder. Carlotta wurde am 21.3.1952 als Carlotta Berger in München geboren, wo sie auch aufwuchs. 1966 zog sie mit ihren Eltern nach Flensburg. Dort wurde sie die Sekretärin eines großen Bierfabrikanten. Obwohl ihr Chef, der Däne Carl-Eric Nordenstam, verheiratet war, verführte er seine blutjunge Mitarbeiterin. So kam es, dass Carlotta fast gleichzeitig mit Nordenstams Ehefrau Agnetha schwanger wurde. 1969, kurz nach der Geburt von Carlottas Sohn Nils, wurde das Kind aus dem Kinderwagen entführt und bis 1995 nicht wieder gefunden. Carlotta konnte das Verschwinden ihres Kindes und den Tod dessen Vaters kaum überwinden und zog nach München zurück. Dort lernte sie 1969 Alexander Hammond kennen, den Gründer von "Südforst-Hähnchen". 1970 heiratete sie ihn und schenkte ihm 1971 einen Sohn: Patrick. 1972 zog die Familie in die Hammond-Villa auf der Uhlandshöhe in Stuttgart. Als Hammond zehn Jahre später bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, kam Carlotta kurzfristig in eine Nervenklinik; Patrick blieb für ein Jahr bei seinen Großeltern in Flensburg. 1983 kehrte Carlotta nach Hause zurück, holte den inzwischen 12-jähringen Patrick wieder zu sich. Ihr bester Freund wurde der langjährige Stellvertreter ihres verstorbenen Gatten: der Italiener Lorenzo Bertani. Dieser war selbst Witwer und Vater einer Tochter in Patricks Alter - Sophia. 1984 verlobten sich Carlotta und Lorenzo. Allerdings traf Carlotta im Sommer 2004 auf einem Baumhaus auf dem neuen Grundstück bei Lorenzos Gestüt einen 17jährigen, der ihr den Kopf etwas verdrehte. Aber sie war 15 Jahre älter - und da der sympathische Fremde so schnell verschwand, wie er aufgetaucht war, vergaß ihn Carlotta irgendwann. 1993 wollten sie und ihr Lorenzo dann endlich heiraten. Einen Tag vor der Zeremonie traf sie jenen geheimnisvollen jungen Nachbarn wieder - Dolph Settergren. Er sollte für Carlottas und Lorenzos Firma "Südforst" einen Imagefilm drehen. Auch neun Jahre nach ihrem ersten Treffen war nichts von der seltsamen Anziehung zwischen Carlotta und Dolph verloren gegangen. Bei einem gemeinsamen Ausflug zum Baumhaus, meinte Dolph spaßeshalber, wenn er Lorenzo beim Wettschwimmen im See besiege, müsse Carlotta ihn heiraten - nicht Lorenzo. Doch Dolph verlor das Wettschwimmen und verschwand aus Carlottas Leben. So heiratete sie Lorenzo, ohne Dolph jedoch ganz aus ihrem Kopf zu bekommen. Die Hochzeit war überschattet von der Rezession, die "Südforst" ungewöhnlich stark zu schaffen machte. Im März 1995 starb Lorenzo durch einen Herzinfarkt, und es sah aus, als ob sich der Kreis von Tod und Verlust für Carlotta Bertani wieder einmal schließen würde. Doch ausgerechnet in dieser schweren Zeit kehrte ihr verschollener erster Sohn Nils zurück. Er war zwar zynisch und cholerisch, aber motiviert und ehrgeizig, seinen Platz in der Firma seiner Mutter einzunehmen. Mit viel Enthusiasmus und großer Herzlichkeit gelang es Carlotta nun, die Firma - allen Erpressungen und Gerüchten zum Trotz - wieder aufzubauen. In der Liebe blieb sie hingegen glücklos: 1996 hatte sie eine Affäre mit ihrem Ex-Schwager Julian Hammond, der jedoch nur an Kunstschätze unter ihrer Villa herankommen wollte; 1997 war sie mit ihrem Firmenanwalt Franz Grün liiert. Dieser trachtete ihr in Wirklichkeit nicht nur nach der Firma, sondern letztlich auch nach dem Leben. Mit einer Bombe wollte er ihre gesamte Familie auslöschen. Die Bombe wurde dann aber glücklicherweise nur ihm selbst zum Verhängnis. Der Schaden, den Grün jedoch in Carlottas Firma durch seine mutwilligen Fehlinvestitionen hinterließ, war noch nicht absehbar. Und 1999 erwartete Carlotta eine böse Überraschung: Im Sommer war Carlottas Firma "Südforst" dem Ruin nahe: durch eine Presse-Ente über die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens beunruhigt, hatten die Banken alle Kredite fällig gestellt. Sogar eine Haftstrafe wegen Konkursverschleppung drohte Carlotta nun. Für sie ihre größte Katastrophe! Im Dezember 1996 war sie wegen des angeblichen Mordes an Wendy Curlington einige Stunden in Untersuchungshaft - und seither ist ihre Angst vor dem Gefängnis Carlottas "Achillesferse". Daher sagte sie zu, als eine geheimnisvolle italienische Opernsängerin namens Tiziana Santucci ihr anbot, ihr die Bertani-Villa für sechs Millionen Mark abzukaufen, damit zumindest ein Teil der 150 Millionen Schulden bezahlt werden konnte.

Ihre anderen Besitztümer hatte Carlotta auf Anraten ihrer Firmenanwältin Dr. Demeter mittels zurückdatierter Schenkungsurkunden vor dem Zugriff der Banken gerettet: Die Eigentumswohnung in Stuttgart Mitte schenkte Carlotta ihrem Sohn Patrick und dessen Frau Sophia, Sohn Nils bekam das Ferienhaus in Davos, Putzfrau Theresa und Köchin Herzegowina zu gleichen Teilen das Personalgebäude, Stallbursche Dick und Gattin Selma das Gestüt - und Philippe, der Bruder von Carlottas Schwiegertochter Emmanuelle, erhielt den Nachtclub "White Roses".
Im Dezember 1999 bekam Carlotta mit Hilfe ihrer Familie und des Privatdetektivs Andi Eitel heraus, wer hinter dem Komplott steckte: Kein geringerer als Franz Grün, der die Explosion doch überlebt hatte. Er hatte Carlotta einen Killer auf den Hals gehetzt, es gelang ihr jedoch, den Berufsmörder auszutricksen und ihn zu erpressen, seinen Auftraggeber Franz zu beseitigen. Doch wieder siegte Carlottas Gutmütigkeit. Bei dem Versuch, Franz vor seinem eigenen Killer zu warnen, gerieten sie und ihr Sohn Nils in die Lawine, die der Killer ausgelöst hatte, um Franz zu töten. Glücklicherweise überlebten fast alle Beteiligten die Lawine - nur Franz Grün kam zu Tode. Am 23.12.1999 konnte Carlotta bekannt geben, dass Firma und Villa wieder ihr gehören. Ihre alte Freundin, Pop-Sängerin Madonna, hatte ihr das "nötige Kleingeld" geliehen, um alles zurückzukaufen. Im Sommer 2001 starb ihr Sohn Patrick an den Folgen eines Attentats , aber Carlotta verwand es besser als bisherige Verluste. Sie war als starke Frau, die sich nichts mehr gefallen lässt, ins neue Jahrtausend gekommen. Und das machte sie zur idealen Kandidatin für eine politische Karriere... Nach ersten Schritten in der Kommunalpolitik bot man ihr im März 2001 an, die verunfallte SPD-Kandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin zu ersetzen. Carlotta schaffte es zwar nicht, Landeschef Erwin Teufel von seinem Thron zu stoßen, die Zeit des Wahlkampfes veränderte aber dennoch ihr Leben: Die Firmenleitung von "Südforst" gab sie an ihre Kinder Nils und Sophia ab, sie kam mit Wahlkampfgegner Fernando Böringer zusammen, und Tiziana Santucci wurde von der Erzfeindin zur guten Freundin. 2003 brachte erneut große Aufregung für Carlotta. Dabei fing alles so harmlos an: Carlotta dachte sich: "Was Dieter Bohlen und Konsorten können, kann ich auch" und veröffentlichte ihre Autobiografie "Ein Leben für Südforst". Leider lag das Werk zunächst wie Blei in den Regalen, da halfen auch ihre diversen Autorenlesungen in Stuttgarter Buchhandlungen nichts. Doch dann geschah etwas, das Carlottas Publicity enorm steigerte: Ihre Enkelkinder fanden auf ihrem Grundstück ein Skelett. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Toten um Carlottas Ex-Außendienstleiter François Coucher handelte - und Carlotta kam unter Mordverdacht ins Gefängnis. Mit Hilfe des Kommissars, der an ihre Unschuld glaubte, gelang es ihr, zunächst ihren Tod vorzutäuschen und mit Tiziana und deren bester Freundin Wommy Wonder nach Davos zu fliehen. Dank Carlottas fieser Ex-Schwiegertochter Wendy bekam die Polizei jedoch Wind davon, dass Carlotta noch lebte. Der anschließende Prozess in Stuttgart bewies jedoch Carlottas Unschuld. Ihr verstorbener Gatte Lorenzo hatte Coucher 1993 beseitigen lassen. Doch die Aufregungen nahmen kein Ende: Auf dem Weg zu Carlottas Hochzeit mit Fernando Böringer in der Toskana wurde im September 2003 beinahe die gesamte Familie Opfer eines Attentats - die Bombe wurde jedoch rechtzeitig aus dem Privatflugzeug geworfen. Carlotta sah in der Rettung ihrer Familie ein Zeichen Gottes und las den stundenlang im Flugzeug auf Hilfe wartenden aus der Bibel vor. Noch im Flugzeug erfuhr Carlotta von Schwiegersohn Philippe, dass ihre Autobiografie 2004 verfilmt werden sollte. "Mein Leben als Film? Ob das jemand sehen möchte?"

 
 
 
   
 
CAST: DAMEN HERREN