HERZEGOWINA BIHAÇ

"Die Künstlerin am Herd"
Geb.: 17. September 1971 in Mostar

Die hochintelligente junge Frau studierte Kunst im ehemaligen Jugoslawien, musste 1993 wegen des Krieges jedoch mit ihrer Bekannten Dubravka aus ihrer Heimatstadt Mostar fliehen, wo ihre Eltern und ihr Bruder Davor ums Überleben kämpften. Bei ihrer Flucht war ihr François Coucher, der damalige Außendienstleiter der Firma "Südforst" behilflich. Er war es auch, der Herzegowina in Stuttgart den Job als Köchin in der Villa Bertani besorgte. Dort lernte Herzegowina das neue portugiesische Hausmädchen Teresa kennen - und die beiden wurden rasch beste Freundinnen. Der Alkoholiker François entpuppte sich indes bald als Verbrecher. Teresa und Herzegowina belauschten Telefongespräche, aus denen hervorging, dass François bei „Südforst“ Firmengelder unterschlug, um damit dubiose Waffengeschäfte mit Kroatien zu finanzieren. Nachdem sie Coucher heimlich in ein Waffenlager bei Winnenden gefolgt waren, unterrichteten die beiden den „Südforst“-Chef Lorenzo über Couchers Aktionen. François floh nach Kanada und ward nicht mehr gesehen. 1995 war ein turbulentes Jahr für Herzegowina: Ihr Chef Lorenzo Bertani starb an einem Herzinfarkt, die Villa erlitt bei einem Brand schwere Schäden.
1996 organisierte Julian Hammond, Carlottas Ex-Schwager, eine Ausstellung, bei der Herzegowina sehr viele Bilder verkaufte. Das Geld schenkte sie ihrer Familie in der Heimat. Obwohl sie alles für ihre Familie tun würde, fühlt Herzegowina sich inzwischen in Stuttgart zu Hause. Daher traf es sie schwer, als sie 1997 aus Deutschland abgeschoben werden sollte. Doch ihre gewitzte Freundin Teresa besorgte ihr durch eine Annonce einen Mann für eine Schein-Ehe: den Anglistik-Studenten Lasse Reinmann. Für kurze Zeit entwickelte sich zwischen den beiden tatsächlich eine Liebesgeschichte, doch von 1998 an war Lasse im Rahmen seines Studiums in England. Da von ihm kaum mehr Lebenszeichen kamen, machte Herzegowina im Dezember 1999 telefonisch mit ihm Schluss. Es tröstete sie, dass ihr Bruder Davor nun zu ihr und ihrer besten Freundin Teresa in den Personalbau zog. Im März 2001 wechselte Herzegowina schließlich Beruf und Wohnsitz. Sie ging als Kindermädchen zu Phil und Barbie Coucher auf das Gestüt der Bertanis. Für Herzegowina eine folgerichtige Entscheidung: einerseits blieb sie den Bertanis verbunden, andererseits konnte sie sich "am Busen der Natur" wieder mehr der Landschaftsmalerei widmen. Im September 2003 tauchte die skelettierte Leiche des vor zehn Jahren verschwundenen François im Garten der Villa Bertani auf. Herzegowina konnte mit ihren Erinnerungen an ihre erste Zeit in Deutschland helfen den Mord aufzuklären: Um eine Rufschädigung seiner Firma „Südforst“ zu verhindern, hatte Herzegowinas 1995 verstorbener Chef Lorenzo Bertani Coucher von einem Auftragskiller ermorden lassen. Kurz nach dieser aufreibenden Mordgeschichte gab es neue Aufregung für Herzegowina: Ihr Ex-Mann Lasse Reinmann, inzwischen Schauspieler kehrte nach Stuttgart zurück. Zunächst reagierte Herzegowina zurückhaltend auf Lasses erneute Annäherungsversuche – eigentlich hatte sie sich in den türkischen Koch der Bertanis, Tevfik, verliebt. Da der jedoch nach dem Tod seines Bruders in die Türkei verschwand und sich nie bei ihr meldete, erhörte Herzegowina an Weihnachten 2003 schließlich Lasses Werben – und die beiden wurden wieder ein Paar. Im Sommer 2004 begannen in und um die Villa Bertani die Dreharbeiten zur Verfilmung des Lebens von Herzegowinas Chefin Carlotta. Und ausgerechnet Lasse bekam die Rolle von Carlottas verstorbenen Gatten Lorenzo!

Gespielt von Ariane Alber,
geb.: 16. September 1970.

Bereits seit 1995 spielt die ehemalige Archäologie-Studentin und gelernte Buchhändlerin Ariane die Rolle der Herzegowina Bihaç. Auch sie hat ihre Serien-Figur wesentlich mitgestaltet und deren eigentümlichen Akzent entwickelt.

 
 
 
   
 
CAST: DAMEN HERREN